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Mit vereinten Kräften für eine Welt ohne Armut und Ausgrenzung


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Internationales Sommerseminar 2016

Durch Respekt und Teilhabe Armut in allen Formen überwinden


Jahresbericht 2015 ATD Vierte Welt in Deutschland e.V.


Gespräch mit einer Verbündeten über Armut, Flüchtlinge und Engagement in Deutschland

Artikel auf niederländisch

Tapori hat einen neuen Internetauftritt

Tapori, die weltweite Freundschaftsbewegung von Kindern, ist seit Februar 2016 in neuem Kleid unter der folgenden Adresse zu finden: de.tapori.org Auf der Seite finden Kinder und Erwachsene alles was das Tapori-Herz begehrt: Informationen zu Tapori, Kreationen und Nachrichten der Tapori-Gruppen und -Kinder um den Globus Ideen für Aktiviäten, Informationen zur aktuellen Kampagne und vieles mehr... Alle 2 Monate kann der neuste Tapori-Brief heruntergeladen oder bestellt werden!


Welttag zur Überwindung von Armut 

und Ausgrenzung 2015


Botschaft von Isabelle Pypaert Perrin,
Generaldelegierte der Internationalen Bewegung ATD Vierte Welt




Für den 17. Oktober 2015 wurde von der UNO, unter Beteiligung von ATD Vierte Welt, das Thema gewählt:

Für eine nachhaltige Zukunft. Gemeinsam gegen Armut und Ausgrenzung

Das Thema ruft dazu auf, gemeinsam die Versorgung der heutigen Generation zu sichern, ohne die Versorgung der künftigen Generationen zu gefährden.

Das Plakat in PDF kann euch helfen, diesen Tag bekannt zu machen.
Die Auszüge aus der Internationalen Charta zum 17. Oktober geben Hinweise auf Sinn, Verständnis und Gestaltung des Welttages.

Veranstaltungen zum 17. Oktober

In Deutschland…
Naila (Oberfranken): Zusammenkunft zum ThemaFür eine Zukunft in Gerechtigkeit und Würde! 
Am Samstag 17.Oktober, ab 14:00 Uhr, im Bonhoefferhaus, Naila, Albin-Klöber-Straße 9.
Info: Annette Rodenberg 
annette.rodenberg@gmx.de oder international: http://overcomingpoverty.org/#3
PDF Einladung

Ein Aufruf der NAK an Delegierte der Nationalen Armutskonferenz (NAK)
„ (…) Am 17.10.15 ist der Weltarmutstag. (…) Die NAK wird passend zu diesem Datum am 16. Oktober den diesjährigen Schattenbericht als „Aktion“ vorstellen. Es wird eine Pressemeldung zum Schattenbericht und Welt-armutstag geben. Auf der Homepage von EAPN wird die NAK darauf hinweisen. Wer eine Aktion plant, und über die EAPN-Homepage darauf aufmerksam machen möchte, kann sich dazu an nellie.epinat@eapn.euwenden. (…)“

… und in Nachbarländern
Wijhe (Niederlande): Regionale Zusammenkunft zum Thema: Wirtschaft, Nachhaltigkeit und große Armut. 
Am Samstag 17. Oktober im Zentrum von ATD Vierte Welt, Bauernhof ´t Zwervel
Info: www.atd-vierdewereld.nl

Basel (Schweiz): Diskussion in der Offenen Kirche Elisabethen zum Thema: „Gesundheit für alle - Armut macht krank“. Freitagabend 16. Oktober 2015. Beiträge von Armutsbetroffenen… Info:http://www.vierte-welt.ch

Und mehr http://overcomingpoverty.org/#3



Rückblick 17. Oktober 2014

Welttag zur Überwindung von

Armut und Ausgrenzung in Deutschland


Damit niemand auf der Strecke bleibt!


Unter diesem Motto stand der diesjährige 17. Oktober, Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung. Auch an verschiedenen Orten in Deutschland gab es Zusammenkünfte von Menschen mit Armutserfahrung und Menschen die zusammen mit ihnen gegen dieses Unrecht kämpfen.

In Berlin. ´Gemeinsam mit ATD Vierte Welt-Interessierten und Freiwilligen sowie Kindern der Straßenbibliothek aus dem Kiez bereiteten wir das Fest vor, kamen ins Gespräch zum Thema Ausgrenzung und hörten fasziniert zu, wie Barbara, die Geschichtenerzählerin, das Märchen von Schneewittchen erzählte. Froh über den guten Ausgang der Geschichte fand das Fest mit einem kleinen Kaffeetrinken und dem Lied „Die Gedanken sind frei“ sein Ende´, erzählt Elisabeth.

Foto: Zusammenkunft in der Kiezstube in Berlin-Kreuzberg.

In Naila bei Hof/Saale. Eine einmalige Chance und ein Anfang – das war das Solidaritätsfest am 17. Oktober, zu dem das f.i.t.-Projekt „Sichtbar, aber auch nicht stumm“ eingeladen hatte. Am selben Ort wie die wöchentliche „Tafel“-Ausgabe fand u.a. eine Feierstunde mit über hundert Personen statt. Darin kamen von Armut und Ausgrenzung Betroffene so zu Wort, dass es knisterte.




In München. Die Veranstaltung fand traditionell in Sankt Bonifaz statt. Vorbereitet wurde sie von Mitarbeitern des Klosters, von der Caritas, der Diakonie, der Evangelischen Gemeinde, dem Muslimrat und ATD Vierte Welt. In der Wahl des Themas hatte man sich an den Vorschlag der Internationalen Bewegung ATD Vierte Welt gehalten: VORURTEILE, symbolisiert durch Steine, die das Leben erschweren.

Gängige Vorurteile, auf Blättern um diese Steine gewickelt, lagen zur Debatte auf den Tischen.

Dazu entwickelte sich ein reger Meinungsaustausch, bevor ein gemeinsames Essen den Abend beendete.

Foto: Das Mitmachprojekt "Schreibwerkstatt zu den Vorurteilen".

Aus einer Rede in Naila: Kälte und Wärme“

Diese Worte richte ich an die Kirche, Politiker und Nachbarn und die Gesellschaft. Nestwärme brauchen vor allem Kinder. Ein Zuhause, eine gewisse Geborgenheit braucht jeder. In der sozialen Kälte frieren die Menschen.

Zuerst an die Kirche: (..)

Die Bibel lehrt uns doch, gerade auf solche Menschen zuzugehen, die sich nicht wehren können, die am Rande der Gesellschaft, z.B. durch Armut und Ausgrenzung, leben müssen.

Wir sollten auch kein Urteil darüber fällen,

wenn ein Mensch nicht studiert hat oder eine andere Hautfarbe hat. Wo Menschen beurteilt oder verurteilt werden, ist von Geborgenheit nichts zu spüren. (....)

Da ich nur in der Sonderschule war,

werde ich immer wieder ausgegrenzt und abgeschoben. Beim f.i.t.-Projekt darf ich mitarbeiten. Das stärkt mich und gibt mir Mut zum Weiterleben.

Nun zur Politik: (..)

Wissen Sie, wie das unten ankommt, wenn wochenlang um fünf Euro mehr für

Arbeitslosengeld II-Empfänger gestritten wird – und im selben Jahr werden Milliarden für Bankenrettung ausgegeben? (...)

Wir kleinen Leute spüren da eine Kälte, die uns erst recht an den Rand schiebt. (...) Wenn ihr mit uns reden würdet statt über uns, dann könntet ihr ein Gespür dafür kriegen, was Armut bedeutet.

Auch die einzelnen Mitmenschen und die Gesellschaft möchte ich ansprechen: (...)

Wir können einander Herzlichkeit, Zuwendung und Wärme schenken – mit freundlichen Worten: „Du bist wertvoll, gerade du!!! Du kannst doch nichts dafür, dass du so leben musst. Gib nicht auf!“ Wenn wir uns alle daran beteiligen, Du und ich, dann braucht kein Mensch mehr zu frieren.

Frau Gerda L.


Der 17. Oktober ist seit 1992 durch die UNO anerkannt als Welttag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung. Zentral stehen die Zeugnisse von Menschen mit Armutserfahrung und denjenigen, die sich an ihre Seite stellen.

Das Leitmotiv steht auf dem Gedenkstein, der am 17. Oktober 1987 eingeweiht wurde in Paris:

Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben,
werden die Menschenrechte verletzt.
Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht.

Joseph Wresinski, Gründer der
Bewegung ATD Vierte Welt.

Information über 17. Oktober weltweit: http://overcomingpoverty.org




FÜR EIN EUROPA DES WISSENS, FÜR ALLE


Am 5. März 2014 fand im Europäischen Parlament in Brüssel der Kongress "Europäische Volksuniversität Vierte Welt" statt. 17 Delegationen aus 10 Ländern nahmen teil. Er wurde von der internationalen Bewegung ATD Vierte Welt organisiert. Aus diesem Anlass kamen in Armut lebende Menschen zusammen mit einigen europäischen Politikern und mit Menschen, die sich mit Ihnen solidarisieren. Gemeinsam konnten die 180 Teilnehmer Vorschläge für ein Europa ohne Armut und Ausgrenzung erarbeiten.

Die deutsche Delegation, eine Gruppe von "Lesen und Schreiben e.V. Berlin", befasste sich zusammen mit den Delegationen aus Belgien und Luxemburg mit dem Thema "Für ein Europa des Wissens für alle." 75 Millionen Menschen in Europa verfügen nicht über die erforderlichen Fähigkeiten, um sich in einer modernen Gesellschaft selbstständig zurechtzufinden.

Zwei Vorschläge von der Arbeitsgruppe "Für ein Europa des Wissens für alle":

  • Wir fordern die Europäische Union auf, langfristige Programme zur Bekämpfung des Analphabetismus zu fördern, damit Jugendliche und Erwachsene Grundkenntnisse auch nachträglich erwerben können.
  • Um schulischen Erfolg zu ermöglichen, muss die Schule eine echte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten - den Eltern, den Lehrern und den Kindern selbst - ermöglichen.

Alle Vorschläge finden sie im Anhang.

Für ein Europa des Wissens für alle