Frauen von morgen

Zum Hundertsten Geburtstag von Geneviève de Gaulle-Anthonioz

Mascha Join-Lambert, langjährige Mitarbeiterin von ATD Vierte Welt und zusammen mit ihrem französischen Ehepartner Gründerin des  Forums für Gemeinschaft in Europa in der Uckermark/Brandenburg, beschreibt in diesem Artikel das Leben und den Kampf von Geneviève de Gaulle-Anthonioz, ihre Lebensgeschichte, ihr Engagement für die Würde des Menschen und ihre bleibende Bedeutung für die Zukunft Europas.

„Oh! Ganz nahe bei dem Mann mit dem Goldhelm!“(1)

So reagierte Geneviève de Gaulle-Anthonioz, als ich ihr nach der deutschen Wiedervereinigung mitteilte, in Berlin-Brandenburg tätig zu werden.

Ein Verweis auf das Geheimnis im Menschen. Kein Wort weiter.

Sie selber war nach der Zeit in Ravensbrück nur zweimal nach Deutschland gefahren, und zwar zu den Prozessen gegen die Aufseherinnen und den Leiter des Konzentrationslagers, mit ihrer Kameradin Germaine Tillion, der Ethnographin. Was hatte die 26-jährige frisch Verheiratete bewogen, noch einmal einen Zug gen Nordosten zu besteigen? Nichts zwang sie, außer ihrer Zugehörigkeit zu den Frauen, die nicht überlebt hatten.

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(1) Rembrand zugewiesenes Werk in der Gemäldegalerie von Berlin

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